ÜBER MICH

Ich heiße Karina und wohne mit Chloé, Ephraim und Jane in der Nähe von Florenz.

Also dem „Florenz des Nordens“ an der Elbe.

Dazu gibt es noch den Vater der drei Kinder – der lieber namenlos bleiben möchte, aber während Unternehmungen und Reisen stets für genug „Luft“ sorgt, damit ich überschwänglich beobachten und fotografieren kann. Er ist es auch, dem ich die nachträgliche Bearbeitung meiner „One-Minute-Movies“ verdanke.

Rast Im Stadtbruch

Es ist definitiv ein anderes Reisen, wenn man mit Kita- und Grundschulkindern unterwegs ist. Chloé, Ephraim und Jane bringen da oft viel Bewegung rein: in die Möwen am Strand, die Enten auf dem Teich, die Tauben auf dem Marktplatz, die Krähen auf dem Feld…

Winter Dresden Stadtansicht
Das Elbflorenz an einem Januarmorgen bei eisigen Minusgraden. Der Fluss dampft, die Eisschollen schieben sich krachend und knirschend an den Brückenpfeilern vorbei und der Himmel bleibt bis in den Vormittag hinein puderzuckerrosa.

Wir, der Vater der Kinder und ich, sind überzeugt, dass Reisen bildet. Damit sind nicht nur Museumsbesuche gemeint, eigentlich sogar am allerwenigsten. Nur da draußen kann man die Welt erklären wie sie ist. Kein Buch, keine noch so engagierte Kinderfernsehsendung, keine App, keine Schule kann das. Alles und jeder, dem wir begegnen hinterlässt eine Erinnerung, ein Gefühl bei den Kindern, von dem sie auch nach Jahren noch erzählen. Später, wenn sie die Zusammenhänge besser verstehen und dann eine jener Erinnerungen hervorkramen, gibt es dieses Leuchten in ihren Gesichtern – den Aha!-Moment. Das sieht auch an Erwachsenen noch schön aus. Der Vater der Kinder und ich staunen darum auch gerne über dies und jenes.

Das halbe Leben ist bereits draufgegangen, bevor wir wissen, was Leben ist.

So geht ein französisches Sprichwort. Sollte es stimmen, was man nicht ganz ausschließen kann, bin ich also seit geraumer Zeit dabei zu begreifen, was Leben ist.

Die erste Lebenshälfte – von der man ja eigentlich nie genau weiß, ob sie die Hälfte war, oder mehr, oder weniger… so genau will man es auch gar nicht wissen – die erste „Hälfte“ also verbringt man bei dem Unterfangen, ein anständiger Mensch zu werden, mit Ideen, Plänen, Versuchen, Entscheidungen. Wie sich nach einiger Zeit herausstellt, sind die Ideen albern, die Pläne unausgereift, die Versuche ganz nett und die Entscheidungen falsch. Die gnadenlos kritische Selbstrezension folgt an der Grenze zwischen erster und zweiter Lebenshälfte und dabei kommt öfter der Gedanke auf, man müsste „alles ganz anders“ machen. Sobald man weiß, was Leben ist.

Atelier
Viel Zeit bleibt nicht für das Lieblingshobby Nummer 1: Zeichnen, am liebsten mit Buntstiften.

In dieser vorsichtigen Umbruchstimmung inmitten der tagtäglichen Notwendigkeiten um Lebensunterhalt, Haushalt und Kinder, plane ich daher seit neuestem Trips zum Vögel beobachten. Seit nunmehr acht Jahren schreibe ich an meinem Roman. (Ich habe inzwischen gut ein Dutzend Manuskripte unterschiedlichster Reifegrade in der Schublade und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der erste Bestseller kommt!) Daneben mache, sichte und bearbeite ich Fotos, schreibe Artikel für diesen Blog, zeichne Vögel und werkel an meinem Travel Journal.

Eigentlich habe ich Sozialpädagogik studiert. Aber ich wäre lieber Biologin, Journalistin, Autorin oder Grafikerin. Wie gesagt, das halbe Leben ist mitunter rum, bevor man solche Dinge begreift…

In der daraus resultierenden Schnittmenge von Verantwortung gegenüber dem Bestehenden und Hoffnung auf das bislang Nichtgelebte befindet sich dieser Blog, den es seit Juli 2017 in ersten Überlegungen und seit April 2018 ganz praktisch gibt.

Für mich ist er so etwas wie ein Steuerrad, mit dem man den Kurs ändern kann.

Er heißt nicht umsonst TREIBHOLZINSEL – denn was sich bislang so alles „angesammelt“ hat, begleitet, verschafft Gesellschaft, verbindet /verbündet und ist doch all samt unterwegs zu neuen Gefilden.