Hyllekrog

Ich war nur einen einzigen Tag auf Hyllekrog. Acht Stunden, zwölf Kilometer. Es war zwar während der Zugzeit und die baltischen Zugrouten führen auch über Hyllekrog, doch ein Feuerwerk an Vogelsichtungen wie man es vielleicht an einem Oktobertag am Wattenmeer erlebt, blieb hier am Fehmarnbelt Mitte September aus. Trotzdem hatten der Tag und der Ort eine herrliche Fülle zu bieten, vielleicht genau weil es möglich war hier und da zu verweilen und genauer hinzuschauen. Aus manchen Beobachtungen ergeben sich Fragen, führen zu weiteren Nachforschungen oder eröffnen ganz neue Themen. Ich will mich auch da öffnen und sehen, wie weit ich vom „roten Faden“ abdriften kann, ohne ihn zu verlieren.

Acht Stunden, zwölf Kilometer. Reicht das für ein Travel Journal? Das ist die Frage und zugleich das Experiment.

I was only out on the Hyllekrog peninsula for one day. Eight hours, 12 kilometres. Although it was migration time and the Baltic flyways also pass through the Hyllekrog, there were no fireworks of birdwatching like you might experience on an October day on the Wadden Sea here on the Fehmarnbelt in mid-September. Nevertheless, the day and the location had a wonderful abundance to offer, perhaps precisely because you could linger here and there and take a closer look. Some observations raised questions, led to further research or opened up completely new topics. I too would like to open up and see how far I can move away from the central theme without losing it.

Eight hours, twelve kilometres. Is that enough for a travel journal? That is both the question and the experiment.