Hyllekrog

Fünf Monate im Jahr ist die langgestreckte Halbinsel im Süden Lollands ganz für sich. Keine Touristen, keine Spaziergänger, keine Vogelbeobachter. Während der Brutsaison herrscht ein Betretungsverbot in dem bekannten Naturschutzgebiet und Vogelreservat. Während der Herbstmigration aber steht einer Tagestour auf Hyllekrog zum Leuchtturm und weiter bis zur östlichen Landspitze nichts im Wege.

Die Fahrt zum Parkplatz hinter den Ostseedünen ist eine Reise durch Niemandsland. Sicher, irgendwem gehören all die Felder und Weiden entlang des Schotterwegs, aber außer einigen Kühen und den allgegenwärtigen Fasanen begegnet man kaum einer Seele. Eine ausgiebige Pufferzone zwischen der Zivilisation und einer der schönsten Naturlandschaften am Fehmarnbelt. Immer wieder patrouillieren Turmfalken über der Landschaft. Ihre große Zahl steht sicher im Zusammenhang mit der Herbstmigration, doch die ungezähmten, weiten Wiesen hier scheinen auch übers Jahr ein paradiesischer Ort für Greifvögel wie Falken, Bussarde und Milane.
Gesellschaft leistet mir indes Anja aus Hamburg, mit der ich eine Woche Vogelferien in Süddänemark verbringe. Vier Augen sehen mehr als zwei und Anja hat einen geübten Blick, während mir meine Beobachtungsgabe durch die lange Pandemiepause etwas eingerostet scheint.

Vom Deich, der Saksfjed von der Ostsee trennt, überschaut man die Bucht und die Halbinsel Hyllekrog mit dem ikonischen Leuchtturm und einem von zwei Windparks vor Lollands Südküste.

Knapp zehn Kilometer östlich von Rødby schiebt sich Hyllekrog in rechtem Winkel zu einem kilometerlangen Deich in die Ostsee, hinter dem eine wilde Landschaft aus Eichenwäldchen, Feuchtwiesen, Pütten und Hecken liegt: das 1100 Hektar große Saksfjed.
Der Deichbau begann bereits in den 1870er Jahren als Folge eines Hochwassers. Er führte zunächst über mehrere Inseln in diesem Gebiet, zu denen auch Hyllekrog gehörte. Durch Trockenlegung der eingedeichten Gebiete bis in die 1950er Jahre verband sich die schmale Insel schließlich mit dem Festland. Wo vor einhundert Jahren noch Meeresboden lag, weiden heute Koniks und Belted Galloways und in dem Eichenwäldchen ziehen einige Hirsche und Rehe umher. Seeadler haben einen Horst hinter dem Deich, welcher während der Brutsaison gesperrt ist. Und über allem kreisen und rütteln die Turmfalken.

Der Tag verspricht spätsommerlich zu werden. Wir wollen zunächst bis zum Leuchtturm und von dort weiter an die östliche Spitze wandern, wo einige Sandhaken eine Zwischenwelt formen, die mal Land und mal Meer zu sein scheint und von zahlreichen Wasservögeln und Limikolen bevölkert ist.

Der Morgen ist typisch für einen Septembertag. Hochnebel liegt über der Küste und hüllt alles in ein fahles, unwirkliches Licht. Im Osten, der Sonne entgegen, ragt die Silhouette des Leuchtturms in einen milchigen Himmel auf. In der Bucht zwischen Hyllekrog und dem Deich liegt das Wasser spiegelblank da. Auf den Sandbänken draußen in der flachen Bucht stehen Graugänse und die etwas kleineren Weißwangengänse. Dazwischen Pfeifenten, Stockenten, Kormorane, Höckerschwäne. In kleinen Schwärmen fliegen Alpenstrandläufer dicht über dem Wasser am Ufersaum entlang. Ihr typisches Plüii-Plüii ist ein herrlicher Klang an diesem stillen Morgen, an dem auch die Brandung noch zu schlafen scheint.

Mit wohltuender Stille empfängt uns Hyllekrog. Der Septembertag beginnt mit einem Wolkenschleier über der Küste. In den zarten Farben und weichen Konturen der Landschaft liegt eine gewisse Mystik.

Hier am Deich ist Hyllekrog noch schmal. Hier finden sich auch noch Wildhecken und matschiges Ufer, das von den Hufen der Kühe aufgewühlt ist. Hinter den Dünen liegt die Ostsee wie ein lila-brauner Teppich durchzogen von den dunklen Streifen der Wellenkämme. Ein junger Haubentaucher schaukelt einsam in Strandnähe auf dem Wasser. Im Westen kann man den Hafen von Rødby erahnen, von wo im Stundentakt Fährschiffe über den Belt nach Fehmarn aufbrechen.

Nur etwa 40 Meter ist die Halbinsel an ihrer schmalsten Stelle breit. Links der Fehmarnbelt, rechts die flache Bucht.

Hyllekrog entpuppt sich an diesem sonnigen Herbsttag als Feuerwerk der Farben. Über Stunden begegnen wir nur einer Handvoll Menschen. In dieser malerischen, farbgewaltigen Landschaft versinke ich ein ums andere Mal in einer angenehmen Kontemplation. Wie immer am Meer. Der Blick auf einen schnurgeraden Horizont entwirrt den Geist. Aber es ist auch das Land, das Karge, Spärliche und darin doch irgendwie Üppige ringsum. Das Auge findet stets etwas Interessantes und die Gedanken folgen ihm bereitwillig. Und während sich ein Fuß vor den anderen setzt, Kilometer um Kilometer durch Trockenwiesen und Dünen schreitend, erreichen wir Ninas Hus und gleich darauf einen windschiefen, halbtoten Kiefernhain neben dem wuchtigen Leuchtturm.

Nach gut drei Kilometern erreicht man einen Kiefernhain am Leuchtturm. Hinter die Dünen schmiegt sich Ninas Hus. Was es mit dem Häuschen auf Hyllekrog auf sich hat, haben wir nicht ergründen können. Nicht ganz unwahrscheinlich, dass es Ornithologen und Wissenschaftlern als Basis dient.

In der trockenen Dünenlandschaft gibt es nur noch hier und da einen mickrigen Strauch oder einen knorrigen, vom Wind gebeutelten Baum. In diesen Vegetationsinseln finden Rotkehlchen Unterschlupf. Stieglitze und Wiesenpieper ziehen über uns hinweg. Auch Sperber sehen wir einige an diesem Tag. Ihr Weg führt sie direkt aufs Meer hinaus, über den Belt Richtung Fehmarn. Etwas seltsam fühlt sich dieser Anblick an, den Greifvogel über den endlosen Wogen zu wissen. Er ist ja keine Ente, eine Zwischenlandung nicht möglich. Doch gerade hier ist der Weg übers Meer kurz und darum eine der Hauptzugrouten für Greifvögel. Ab Ende August ziehen bis zu 7000 Wespenbussarde auf dieser Route über Hyllekrog hinweg, so viele, dass am ersten Septemberwochenende jedes Jahres unter der Leitung des dänischen Ornithologenverbandes Fugleværnsfonden ein „Tag des Wespenbussards“ auf der Halbinsel stattfindet.

Bild 1: Kleiner Perlmutterfalter (Issoria lathonia) | Bild 2: Raupe des Brombeerspinners (Macrothylacia rubi)

Inzwischen ist es Mittag und das Licht ist gleißend geworden. Hinter dem Leuchtturm führt ein Pfad durch die Dünen zum Strand. Hatte der Morgendunst ihre Anwesenheit noch verborgen, bemerke ich sie jetzt umso deutlicher. Im Meer stehen Dutzende von Windturbinen, ein Wald aus wirbelnden Metallarmen ragt in den Himmel und unweigerlich fragen wir uns, wie das zu den Vogelzugrouten passt, die hier und weiter östlich bei Gedser auf Falster über die Ostsee nach Deutschland führen. Dazu der Belttunnel, welchen Dänemark durch einen raschen Baubeginn schlussendlich durchgeboxt hat, der genau hier unter der Meeresoberfläche in die maritimen Lebensräume eingreift und sie für Jahre (zer-)stören wird. Wiegt der umweltschonendere Verkehr durch den Tunnel ein solch umwälzendes Eingreifen in den Meeresboden und die Küstenlandschaft auf? Ratlos und zwiegespalten stehen wir vor dem Meer. Menschsein hat auch seinen Preis, scheint es, nur ist nicht klar, wer wirklich am Ende die Zeche zahlt.

Im Leuchtturm von Hyllekrog gibt es eine kleine Ausstellung zu den Arten und Lebensräumen rings um Hyllekrog. Schön gestaltete Schautafeln zeigen – auch ohne Dänischkentnisse – was die Natur hier zu bieten hat. Hier finden wir auch eine Übersicht der Baltic Flyways, also der Zugrouten von Schweden über Dänemark nach Deutschland. Der Offshore-Windpark vor Hyllekrog liegt quasi mittendrin. Vermutlich hat sich irgendwer irgendwas dabei gedacht.
Um auf die Galerie zur Laterne zu gelangen muss man über eine Leiter durch eine Luke klettern, abenteuerlich aber machbar. Die Aussicht über die Halbinsel ist großartig und lohnenswert in alle Himmelsrichtungen.

Eine Herde Galloway-Rinder weidet auf Hyllekrog, aufgehalten nur vom Weidezaun am Deich und dem Meer ringsum. Hier am Leuchtturm gibt es einen Unterstand für die Tiere und einen kleinen See. Neugierig schauen sie zu uns herüber, aber Leute wie uns scheinen sie zu kennen. Auch wenn es hier sehr ruhig zugeht, die einzigen Gäste sind wir an diesem Tag nicht. Eine Handvoll anderer Wanderfreunde begegnet uns im Laufe des Tages, und nicht alle gehen wirklich den ganzen Weg bis zur östlichen Landzunge. Vom Leuchtturm dorthin dauert es eine gute halbe Stunde. Der Weg verlagert sich an den nördlichen Strand in einem weiten Bogen immer an der Bucht entlang. Die Brise weht Schaumflocken an den Spülsaum. Kleine Wellenkämme malen Muster ins Wasser. Wie Bänder auf den Sand gelegt reihen sich verwelktes Seegras und Muschelschalen vor uns auf.

Östlich des Leuchtturms verliert sich der Pfad nach einiger Zeit und man weicht besser an den nördlichen, an der Bucht gelegenen Strand aus.

Schon von weitem sehen wir das Gewimmel der Alpenstrandläufer auf der Sandbank am Ende Hyllekrogs. Ihre Rufe wehen zu uns herüber. Höckerschwäne stehen mit den Füßen im Wasser und putzen ihr Gefieder. Das Land taucht hier ins Meer ab, sanft und zögerlich, bildet überall Untiefen und Sandbänke, auch weiter draußen noch. Man sieht es an den Gänsen und Schwänen, die mitten im Meer zu stehen scheinen. Wir entscheiden uns, unauffällig näher zu kommen, um die Tiere nicht aufzuschrecken. Langsam arbeiten wir uns an den Rand der Düne voran und suchen uns im Muschel-Schill ein Plätzchen, wo wir uns niederlassen. Dieser Ort ist nicht nur das Ende des Weges, der Wendepunkt unserer Tagestour, er hat auch etwas Entrücktes, Unberührtes, ja beinahe Heiliges an sich.

Wir wissen, wir sind hier nur Gäste, nur Zuschauer, Beobachter. Es gibt hier rein gar nichts für uns, außer die erfüllende Freude zusehen zu können, wie die Alpenstrandläufer den feuchten Sand durchpflügen. Sie arbeiten sich vom Spülsaum am Ende der Landzunge zu uns herüber, Meter für Meter. In Wellen wie das Meer selbst, schieben sie sich aneinander vorbei auf uns zu, bis sie nur noch drei Armlängen entfernt sind. Wer selbst nicht dieses Glücksgefühl kennt, wird kaum verstehen können, wie herrlich sich das anfühlt, wenn man zu einem Teil der Landschaft wird und mit ihr verschmilzt, sodass die Wesen dort kaum noch Notiz von uns nehmen und sich so unbekümmert nähern.

Nicht alle sind umsichtig. Kurze Zeit nach uns erreichen zwei Damen das Ufer und schicken sich an, bis zur Wasserkante vor zu laufen. Dabei scheuchen sie alle auf, die dort nach Nahrung suchen und ihr Gefieder putzen, bis selbst die imposanten Schwäne davongeflogen sind. Wir können unseren Unmut kaum verbergen. Die beiden Damen kommen zu uns herüber und sagen etwas. Wir können kein Dänisch und sie kein Deutsch, also verebbt die Unterhaltung noch ehe sie begonnen hat. Als die beiden wieder zum Leuchtturm zurückkehren, fragen wir uns, was sie wohl wissen wollten. Vielleicht die klassische Frage: Was gibt es denn zu sehen?
„Jetzt nichts mehr!“, bemerkt Anja in ihrer norddeutsch-lakonischen Art. Ich muss grinsen. Ich frage mich aber schon, warum manche Leute an Orten wie diesen „nur“ eine Landschaft zu sehen scheinen. Ist es wirklich so schwer, genauer hinzusehen und das Leben in der Landschaft zu erkennen?
Aber vielleicht wollten die beiden Damen ja auch nur wissen, wie spät es ist.

Die östliche Spitze von Hyllekrog ist ein Mosaik aus Sand und Wasser. An diesem sonnigen Herbsttag zaubert die Vegetation intensive Farben neben den blauen Himmel und das Meer. Mich beeindrucken solche Landschaften sehr.

Die Alpenstrandläufer kommen rasch zurück. Mit ihnen ein paar Brandgänse und eine Pfuhlschnepfe. Wir bleiben noch eine ganze Weile im Allerheiligsten von Hyllekrog, bevor wir den Rückweg antreten. Am Strand entlang umrunden wir die Inselspitze und kommen schließlich an den Südstrand, der sich lang und monoton an die Ostsee schmiegt. Ein verwittertes Schwanenskelett liegt im Sand, erinnert an das Werden und Vergehen von allem, auch dem Schönen. Wie eine Mauer versperren die hohen Dünen den Blick zur Bucht und zum Leuchtturm und so laufen wir immer geradeaus. Die Sonne ist noch einmal mit ihrer alten Sommerkraft zurück und brennt auf der Haut und in den Augen. Vermutlich wäre der Marsch am Strand weniger amüsant gewesen, hätte sich nicht ein sonderliches Pärchen zu uns gesellt. Ein Steinschmätzer und ein Wiesenpieper schwirren in gebührendem Abstand vor uns her, hüpfen über Kieselsteine und durch die krautigen Büschel von Meersenf, der hier immer noch zart lila blüht. Ich erinnere mich ein solches Duo schon vor ein paar Jahren bei Pilsum vorm Deich angetroffen zu haben. Vielleicht ein Schicksalspakt, den die beiden miteinander geschlossen haben, um nicht alleine den Zugweg zu stemmen.

Bild 1: Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) | Bild 2: Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) und Wiesenpieper (Anthus pratensis)

Über den Dünen taucht endlich das rote Laternendach des Leuchtturms auf. Am Strand hocken ein paar Kormorane und Eiderenten, während draußen auf dem Meer die Fähren vorbeiziehen. Wanderer allesamt, die Schiffe und ihre Mitfahrer genau wie die Vögel. Die Wolken ziehen am Himmel vorbei, die Sonne folgt ihrem Kreis unbeirrt und auch wir wandern unseren Weg weiter. Alles in Bewegung. Durch die Dünen gelangen wir wieder an den Leuchtturm und machen eine Rast am Unterstand im Kiefernhain.

Hier am Leuchtturm ist Hyllekrog am vielseitigsten: Dünen, Trockenrasen, Feuchtwiesen, Pütten, der See, der Ostseestrand im Süden und das flache Ufer der Bucht im Norden und eben die kleine Ansammlung von knorrigen Kiefern erzeugen ein Mosaik an Lebensräumen auf kleinem Raum.

Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)

Von einem nahen Baum erklingt eine feine Melodie, der zarte Gesang eines Gartenrotschwanzes. Es ist ein Weibchen und insofern eine Premiere für mich. Bislang habe ich von den ohnehin seltenen Fliegenschnäppern nur Männchen beobachten können. Ein Weibchen ist für mich eine kleine Sensation.

Mit diesem Sahnehäubchen über dem Tag treten wir den gute dreieinhalb Kilometer langen Rückweg zum Deich an. Die Landzunge wird schmaler, hügeliger, vegetationsreicher und in den flachen Buchten am Ufer haben sich im Laufe des Nachmittags Enten, Gänse, Möwen und Limikolen eingefunden.

Das Wasser leuchtet tintenblau. Auch wenn es vom Strand aus nicht zu sehen ist, Luftaufnahmen von Hyllekrog zeigen wie viele Sandbänke und Untiefen die Bucht durchziehen. Dort hocken Heerscharen von Wasservögeln. Weißwangengänse, Graugänse, Pfeifenten und Höckerschwäne ziehen in großen und kleinen Trupps gemächlich übers Wasser. Kiebitzregenpfeifer und Alpenstrandläufer plirren rastlos am Ufer entlang auf der Suche nach dem nächsten Nahrungsquell. Lachmöwen lungern auf den feuchten, vom Wind freigelegten Schlickflächen, die Köpfe unter die Flügel geschoben.

Bild 1: Lachmöwen (Larus ridibundus) | Bild 2: Alpenstrandläufer (Calidris alpina) und Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatarola) im Uferbereich | Bild 3: Weißwangengänse (Branta leucopsis)

Für den kommenden Tag ist Sturm gemeldet, was an diesem milden, sonnigen Nachmittag noch schwer vorstellbar scheint. Die Vögel wissen es bestimmt schon längst. Vielleicht ist es nicht nur ein menschlicher Eindruck sondern Tatsache, dass sie diesen vorerst letzten ruhigen Tag genießen. Der Abschied von der idyllischen Bucht und dem freundlichen Hyllekrog fällt schwer. Wir können uns kaum losreißen, doch die zwölf gewanderten Kilometer und acht Stunden Wind und Sonne spüren wir sehr wohl in unseren Knochen. Reich an Eindrücken und vollen Speicherkarten überqueren wir den Damm, werfen einen letzten Blick auf das grüne Saksfjed, die Kühe und Pferde und die Turmfalken in der Luft.

In letzter Zeit habe ich oft das Argument gehört, dass wir die Natur, die Arten und Lebensräume um unserer Kinder Willen erhalten müssen. Ich habe selbst drei Kinder und mag mir nichts Furchtbareres ausmalen, als sie eines Tages in einer kargen, verarmten Welt zurücklassen zu müssen. Doch wenn ich einem Trupp Alpenstrandläufer bei der Nahrungssuche zuschaue, ihr perfektes Gefieder und die Idealform ihrer Schnäbel und Füße betrachte, ihre koordinierten Bewegungen im Schwarm bei der Futtersuche und im Flug sehe, das alles vor einer Kulisse wie Hyllekrog, die an Farben, Formen und Elementen einzigartig und unverbesserlich ist, denn wird mir klar, dass es nicht die menschlichen Nachkommen sind, um derentwillen wir all das erhalten müssen. Die bloße Existenz einer Spezies genügt, um ihr Dasein zu rechtfertigen. Es sollte uns Antrieb sein, die Natur, wie wir sie kennen, um ihrer selbst zu erhalten.


zum GURKENGLAS


Homepage des dänischen Ornithologenverbands Fugleværnsfonden dänisch

Flyer zu den Baltic Flyways (Zugrouten über Dänemark) – deutsch/dänisch (auf yumpu.com)

Flyer Hyllekrog-Saksfjed (Übersichts- und Wegeplan des dänischen Ornithologenverbandes) – dänisch


Zum Bau des Fehmarnbelttunnels fanden wir ein interessantes Prospekt in unserem Ferienhaus in Nysted. Der äußerst umstrittene Absenktunnel im Fehmarnbelt bedeutet einerseits eine schnelle Verkehrsanbindung von Skandinavien an das europäische Festland, andererseits auch einen gravierenden Eingriff in das ohnehin schon stark gefährdete Ökosystem der Ostsee. Zum Prospekt gibt es auch ein Video auf Youtube, welches ich hier einbinden möchte, eventuell als Impuls für Interessierte, weitere Informationen zu diesem Projekt und seinen möglichen positiven und negativen Effekten einzuholen:

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